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Behinderte Menschen im öffentlichen Raum

Ein mit Blindenstock ausgerüsteter Sehbehinderter Mann, ist kurz vor dem Zusammenstoß mit einer architektonischen „Meisterleistungâ€?, und demonstriert das fehlende Bewusstsein vieler Architekten und Städteplaner. © o__776_ffentlicherRaum.jpg Mobilität ist eine unerlässliche Anforderung an die Mitglieder unserer heutigen modernen Gesellschaft. Eingeschränkte Mobilität bedeutet für die davon betroffenen Menschen oftmals eine massive Beeinträchtigung ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten. Vor allem Menschen mit Behinderung haben in unserer technisierten, lange aber noch nicht menschengerechten Umwelt nach wie vor mit großen Problemen zu kämpfen.
• Für selbstbestimmtes Leben ist eine barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes und der barrierefreie Zugang zu modernen und sicheren öffentlichen Verkehrsmitteln ein unbedingtes Erfordernis.

• Um Fehlplanungen und damit unnötig hohe Kosten sowie Zwangsbeglückungen zu vermeiden ist eine Einbindung der behinderten Menschen und deren Vertretungen bereits während der Planungsphase der Projekte zweckmäßig. Nachrüstungen sind, sofern überhaupt möglich, um wesentliches aufwendiger.

• Trotz der bereits jahrzehntelangen Bestrebungen im barrierefreien Bauen und zweifellos erzielter Erfolge sind im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden nach wie vor Einrichtungen vorhanden, die für zahlreiche Menschen Barrieren und mögliche Verletzungsgefahr bedeuten.

• Immer wieder werden Einrichtungen als behindertengerecht ausgelobt, die es bei genauerer Betrachtung in entscheidenden Bereichen nicht sind. Die Beurteilung, ob Einrichtungen behindertengerecht sind muss letztendlich den betroffenen Nutzern überlassen werden und kann nicht vorab und ausschließlich von nicht behinderten bzw. sehenden Personen erfolgen. Behindertengerechte Einrichtungen bringen allen Menschen Vorteile und Erleichterungen im täglichen Leben.

• Für sehbehinderte und blinde Menschen bedeuten Hindernisse nicht nur eine Mobilitätseinschränkung, sondern stellen darüber hinaus oftmals eine Gefahrenquelle dar. Nicht behindertengerechte Architektur, mangelhafte Baustellen- und Gefahrenbereichsabsicherungen und extremer Verkehrslärm usw. sind Probleme, mit welchen sehbehinderte und blinde Menschen auf ihren täglichen Wegen konfrontiert werden.

• Entsprechendes Problembewusstsein sowie die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen und ÖNORMen verbessert jedenfalls die Situation der behinderten Menschen im öffentlichen Raum.


Wolfgang Kremser

E-Mail: wolfgang.kremser@gmx.at
Homepage: http://kremser.wonne.cc

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