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Die EAV im Interview

Klaus Eberhartinger und Thomas Spitzer sind laut eigener Aussage die „Geschäftsträger“ der EAV. © EAV-1.jpg Humor als Waffe

Die Erste Allgemeine Verunsicherung ist eine urösterreichische Institution. Niemand Anderer, auch nicht die Beatles oder gar Mozart hat hierzulande mehr Tonträger verkauft als die EAV.
In den 80ern veröffentlichte die Band rund um Mastermind Klaus Eberhartinger fast ein Dutzend legendärer Alben, allen voran „Geld oder Leben“ mit den Klassikern „Ba-Ba-Banküberfall“ und „Küss´ die Hand schöne Frau“. In den 90ern wurde es dann etwas stiller um die Kulttruppe. Jüngst erschien die neue Doppel-CD „100 Jahre EAV“. Ein Methusalemkomplott?
„Nein“, lacht Klaus Eberhartinger, „es war nur an der Zeit, dass wir uns in Opposition zu Starmania und Konsorten lautstark zurückmelden“.

Und wie! Neue Plattenfirma, vier brandneue Songs und sämtliche Klassiker in neuen Versionen macht stattliche 36 Titel auf 2 Silberscheiben. Die EAV versteht sich aber nicht als oberflächliche Ballermann-Combo: „Wir setzen den Humor als Waffe ein, als Wert der über Allem steht. Wer uns die Bosheit nimmt, nimmt uns die Kraft“, bekennt Eberhartinger. Und ihre „Bosheit“ ist kein blanker Zynismus, sondern subtilste Gesellschafts- und Sozialkritik für all Jene, die genauer hinhören: „Am meisten habe ich mich gefreut, als mir die Vertreterin einer Berliner Frauengruppe zum Song „Küss´ die Hand schöne Frau“ gratuliert hat. Sie hat verstanden, dass das wohl die beste Macho-Persiflage der Musikgeschichte ist“, grinst Eberhartinger.

Dr. Rainer Kavalir

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