Richard Payr -
Obmann des TBSV
Meine Selbstbeschreibung:
Meine Geburtsstätte ist Lienz/Osttirol, ein kleines Städtchen inmitten einer wild romantischen Berglandschaft. Auf meinem bisher 25jährigen Lebensweg erfolgte eine schrittweise Umsiedelung von Osttirol nach Innsbruck.
Nach Beendigung der ersten Volksschule in St. Johann in Tirol führte mich mein Bildungsweg aufgrund der Sehbehinderung an die Blindenschule Innsbruck, wo ich meine Pflichtschulzeit absolvierte.
Wien war das nächste Ziel. Am Bundes-Blindenerziehungsinstitut durchlief ich die Berufsausbildungen zum Telefonisten und Stenotypisten. Die Rückkehr nach Innsbruck brachte eine Reihe von Aufgaben mit sich. Ich begann die Matura auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen. Weiters wurde ich in den Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverband als Funktionär berufen. Und zu guter Letzt, denn von irgend etwas muss der Mensch auch leben, machte ich die Ausbildung zum Finanzberater und war drei Jahre lang in diesem Bereich tätig.
Mein Werk, mein Wirken:
Im Jahr 1997 wurde ich vom damaligen Obmann des Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverbandes (TBSV) und jetzigen
ÖBSV - Präsidenten, Klaus Guggenberger, in die Landesleitung als Jugendvertreter berufen. Zwei Jahre später wurde ich zum 2. Obmann - Stellvertreter gewählt. In der Generalversammlung 2001 wurde mir eine besondere Auszeichnung zuteil: Die Mitglieder schenkten mir ihr Vertrauen und machten mich zum neuen Obmann des Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverbandes.
Es war für mich ein unbeschreibliches Gefühl und eine große Ehre, dass ich mit 23 Jahren an der Spitze einer Landesgruppe stehen durfte. Der enorme Vertrauensvorschuss unserer Mitglieder und die vorbehaltlose Aufnahme meiner Person in den Kreis der anderen Obleute des
ÖBSV bestärkte mich ungemein in meinem Bestreben, stets den maximalen Einsatz für unsere Organisation zu geben.
Mein Schicksal, meine Behinderung:
Ich kam auf die Welt mit einem angeborenen grauen Star. Da im Laufe der Jahre diverse Komplikationen eingetreten sind, beschränkt sich heute meine Sehkraft auf rund ein Zwölftel. Ich leide unter einem sekundären Glaukom (grüner Star).
Meine Interessen:
Als Obmann und Geschäftsführer des Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverbandes hege ich natürlich das größte Interesse für meine Arbeit. Ebenso wichtig ist es mir jedoch auch, persönliche Kontakte und Freundschaften zu pflegen, da ich ein sehr geselliger Mensch bin.
Meine Träume:
Meine Träume lassen sich nicht so einfach definieren, denn sie richten sich stets nach dem, womit ich mich gerade beschäftige. Ich wünsche mir jedoch, dass ich meine Ziele und Vorhaben niemals aus den Augen verliere und immer darauf bedacht sein werde, diese Träume zu verwirklichen. Ansonsten richten sich meine Hoffnungen und Erwartungen danach, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
Meine Hobbies:
Ich sehe meine persönliche Fortbildung ebenso als ein Hobby, wie auch das Schachspiel und den Sport. Leider kommt Letzteres aufgrund meiner umfangreichen Tätigkeiten zu meinem Leidwesen regelmäßig zu kurz. Das dann darauffolgende Problem ist, dass man durch den guten Willen allein weniger überflüssige Kilos verliert, als durch sportliche Betätigung.
Mein schönster Tag:
Ich bin froh, dass ich nicht genau sagen kann, welcher Tag in meinem Leben der schönste war. Denn ich sehe das als Zeichen dafür, dass es bereits viele wunderbare Ereignisse in meinem Leben gab, die sich nicht in eine bestimmte Reihenfolge einordnen lassen.
Mein schlimmster Tag:
Es verhält sich bei meinen schlimmen Erinnerungen ungefähr so wie mit den schönen: die schlimmen Tage kehren immer wieder. Der Unterschied besteht nur darin, dass die schönen Tage viel zu kurz, aber dafür die schlimmen Tage endlos sind.
Meine Ziele:
Mein Ziel ist es, die in mich gesetzten Erwartungen so gut wie möglich zu erfüllen. Es ist mir aber auch ein besonderes Anliegen, das Vertrauen, das mir von anderen Menschen entgegengebracht wird, zu würdigen.
Mein Lebensmotto:
Niemals aufhören anzufangen, aber auch niemals anfangen aufzuhören, denn selbst wenn sich dir Steine in den Weg legen, lässt sich daraus etwas Schönes bauen.
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