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Walter Tiefenbacher - Obmann des Kärntner Blindenverbandes

Ein Schwarz/Weiß Foto von Walter Tiefenbacher. © Tiefenbacher.jpg
Meine Selbstbeschreibung:

Ich wurde am 12. September 1930 in Wolfsberg Lavanttal geboren. Mit 1 1/2 Jahren erkrankte ich an Kinderlähmung, wodurch mir eine Gehbehinderung geblieben ist. Nach vier Klassen Volksschule kam ich im Jahre 1940 an das Stift Gymnasium St. Paul, welches ich in der 7. Klasse wegen meiner Augenerkrankung (Netzhautabhebung) verlassen musste. Anschließend arbeitete ich zehn Jahre im kleinen elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb.


Mein Schicksal, meine Behinderung:

Meine Gehbehinderung hat mein weiteres Leben sehr geprägt und nach dem starken Verlust meiner Sehkraft wurde im Laufe der Jahre mein Sehvermögen sehr reduziert, so dass ich jetzt nur noch Hell und Dunkel unterscheiden kann.


Mein Werk, mein Wirken:

Im Jahre 1956 erlernte ich die Blindenschrift, das Maschineschreiben und absolvierte einen Telefonistenkurs. Am 1. April 1958 wurde ich bei der Heeresverwaltung angestellt, wo ich im Jahre 1990 als Dienststellenleiter in Pension ging. Seit 1957 bin ich verheiratet und habe zwei Söhne.

Im Jahre 1968 wurde ich Kassier des Kärntner Blindenverbandes, 1974 Obmann Stellvertreter und nach dem Erkranken des langjährigen Obmanns August Wurzer im Jahre 1976 übernahm ich die Leitung der Landesgruppe Kärnten, die ich bis heute als Obmann führe.
Neben der Tätigkeit als Obmann galt es immer in der Verbandsleitung mitzuarbeiten, ausgleichend zu wirken und stets die Gesamtinteressen der Österreichischen Blindenschaft zu vertreten. Die größte Aufgabe war für mich immer die individuelle Betreuung, der persönliche Kontakt und die Unterstützung unserer Mitglieder.


Meine Interessen:

Meine Interessen sind vielschichtig: Vor allem meine Frau und meine Familie sind mir das Wichtigste. Im Übrigen suche ich Kontakt mit guten Freunden, bin einem geselligen Zusammensein nicht abgeneigt, interessiere mich für Musik und Literatur und versuche mich fallweise an kleinen Gedichten.


Meine Träume:

Träume sind Schäume! Wenn man schon zu den älteren Jahrgängen gehört, sind die Wünsche schon bescheidener. Für mich ist das Wichtigste Zufriedenheit und Gesundheit für meine Lieben und mich.


Meine Hobbies:

Als mein größtes Hobby kann ich mit ruhigem Gewissen das königliche Spiel – das Schachspiel - bezeichnen, wo ich auch gewisse Erfolge erzielen konnte. So wurde ich schon im Jahre 1950 Kärntner Jugendschachmeister und zweimal Stadtmeister von Klagenfurt. Außerdem nahm ich als Spitzenspieler bei fünf Olympiaden und drei Weltmeisterschaften des Österreichischen Blindenschachbundes teil. Freude bereitet mir auch ein gemütlicher Tarock-Nachmittag.


Mein schönster/schlimmster Tag:

Wenn man über 70 Jahre alt ist hat man bestimmt viele schöne aber auch schlimme Tage erlebt. Wenn man zufrieden ist, werden die schönen Tage beim Rückblick überwiegen.


Meine Ziele:

Mein Ziel und mein Wunsch wären mit meinen Angehörigen nach Möglichkeit noch einige gesunde und zufriedene Jahre zu verleben. Für die Mitglieder der Kärntner Landesgruppe sollen die betreuerischen und sozialen Maßnahmen weiter ausgebaut werden.


Mein Lebensmotto:

Man soll nicht alles sagen, was man weiß, aber immer wissen, was man sagt!

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