TBSV entdeckt die neue O-Glas Serie
von Riedel als Hilfsmittel

Ein festlich gedeckter Tisch ohne schöne Weingläser ist auch für blinde und sehbehinderte Menschen nicht vollkommen. Schöne Gläser mit langen edlen Stielen haben aber für blinde und sehbehinderte Personen einen Nachteil: Sie werden leicht umgestoßen und sind schwer zu reinigen.
„Ich habe schon sehr sehr viele Weingläser kaputt gemacht“, erzählt die sehbehinderte Tirolerin Sophie Schöpf. Die neue O-Kollektion von Riedel löst allerdings diese Probleme. Die formschönen Becher können nicht umgestoßen werden, und trotzdem kann sich der Weingeschmack optimal entfalten. Die Kelchformen sind ident mit denen der bekannten Vinum Serie von Riedel.
Der Tiroler Blinden- und Sehbehinderten- Verband (TBSV) hat daher diese Glaskollektion als neues Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen entdeckt. „Sehr erfreulich ist auch, dass diese Gläser einen erschwinglichen Preis haben“, erklärt der sehbehinderte Obmann des TBSV Richard Payr. Um die neuen Riedelgläser kennen zu lernen unternahmen acht Mitglieder des TBSV samt Begleitung am Freitag, den 18. Juni 2004, einen Ausflug zur Riedel Glashütte. Der Technische Leiter Ing. Gerald Orehounig zeigte der Gruppe persönlich die Produktionsstätte.
Zwei schwer sehbehinderte Teilnehmerinnen hatten besonderes Glück, sie konnten ihre Fähigkeiten als Glasbläserinnen unter Beweis stellen und einen glühenden Glasklumpen zu einem Ballon blasen. „Das war super, ich habe es mir viel schwerer vorgestellt“, meint dazu die 83jährige Elisabeth Obacher. Auch der vollblinden Beate Krames hat der Ausflug gefallen. „Ich konnte mir die Produktion zwar nur erklären lassen, aber nach der Fertigung haben wir noch die Multimedia- Show von Riedel besucht. Dieser „Weg der Sinne“, war toll, weil ich dort auch etwas angreifen konnte“, erzählt die 63jährige Innsbruckerin. Ein Erlebnis war dann zum Schluss allerdings für alle gleich: Im Riedel- Shop wurden die neuen O-Gläser bewundert und gleich gekauft.
Mag. Barbara Hoffmann
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