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Was kann man tun um einer Sehbehinderung vorzubeugen?

Zum Zeitpunkt der Geburt ist unser Sehvermögen noch nicht voll entwickelt – wir lernen erst „richtig� zu Sehen. Ganz entscheidend sind daher die – auch im Mutter-Kind-Paß empfohlenen - Untersuchungen des Sehvermögens schon im Kleinkindesalter. Nur dadurch können Brechkraftfehler oder Schielen entdeckt und auch behandelt werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Sehen nicht richtig erlernt wird – das betroffene Auge wird schwachsichtig.

Im höheren Lebensalter stellt insbesondere der grüne Star (Glaukom) eine Bedrohung für das Sehvermögen dar. Bei dieser Erkrankung kann es durch eine Erhöhung des Augeninnendruckes und Störung der Durchblutung im Bereich des Sehnervenkopfes zu Schädigungen der Sehnervenfasern kommen. Daraus resultieren Ausfälle des Gesichtsfeldes, die bis zur Erblindung führen können. Wiederum besteht die wichtigste Vorsorgemaßnahme in augenärztlichen Kontrolluntersuchungen, die ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich durchgeführt werden sollten.

Wenn schwarze Punkte oder Blitze - nicht schmerzhaft – bemerkt werden, sollte sobald als möglich ein Augenarzt konsultiert werden. Besonders bei kurzsichtigen Menschen besteht eine höheres Risiko für das Auftreten von Netzhautrissen (mit der Gefahr einer – potentiell zu Erblindung führenden - Netzhautablösung), die sich durch die genannte Symptome bemerkbar machen können. Wenn rechtzeitig entdeckt, ist meist eine Laserbehandlung möglich, ansonsten sind oftmals operative Eingriffe nötig.

Eine an Häufigkeit ebenfalls stark zunehmende Erkrankung ist die altersbedingte Makuladegeneration, oftmals als „Netzhautverkalkung� bezeichnet. Diese Erkrankung des Sehzentrums führt bei etwa 20% der betroffenen Menschen zu einem deutlichen Sehverlust, insbesondere einem Verlust der Lesefähigkeit. Wenn gerade Linien als verzogen wahrgenommen werden oder nicht mehr alle Buchstaben eines Wortes gleichzeitig gelesen werden können, sollte baldigst der Augenarzt aufgesucht werden.


Generell sollte bei Störungen des Sehrvermögens – insbesondere auch dann, wenn diese nicht schmerzhaft sind – immer bald eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. In vielen Fällen besteht damit die Chance, schwere und bleibende Beeinträchtigungen der Sehfunktion zu verhindern.

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