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Kennzeichnung für sehbehinderte

Foto 1, verweis auf Text unter Einen Überblick gewinnen © du_aspekte_des_sehens.JPG Foto 2, verweis auf Text unter Der Eingeschränkte Blickwinkel © aspekt.jpg
Das Gesichtsfeld

Unsere Augen nehmen verschiedene Aufgaben wahr. Sie müssen uns beispielsweise vor Gefahren warnen. Wir bemerken schon aus den Augenwinkeln ein Fahrzeug, das unsere Fahrtrichtung quert. Zuständig dafür ist unser Gesichtsfeld, mit dem wir bei zwei gesunden Augen fast 180° unserer Umgebung überwachen.
Es gibt jedoch Sehbehinderungen, bei denen genau dieses Gesichtsfeld sehr stark eingeengt ist. Weil dieses Gesichtsfeld dem Blick durch eine Röhre vergleichbar ist, wird diese Einschränkung als „Röhrenblick“ bezeichnet.


Einen Überblick gewinnen

Wenn Sie das Foto auf dieser Seite betrachten (Foto 1), sehen Sie eine alltägliche Verkehrssituation aus der Perspektive eines Fußgängers. Er blickt auf einen Radfahrer auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Aus den Augenwinkeln bemerkt er links eine Person vor einer Straßenbahn, die ihm zuwinkt. Auf der rechten Bildhälfte sehen wir die Ampel, die gerade auf Grün umgeschaltet hat. Der Radfahrer wird nun auf dem Zebrastreifen die Straßenseite wechseln.


Der eingeschränkte Blickwinkel

Ganz anders stellt sich die Situation auf dem zweiten Bild dar (Foto 2), das den Blickwinkel einer sehbehinderten Person mit Röhrenblick nachahmt. Sie blickt auf die Fußgängerampel und wird nun bei Grün die Straße überqueren. Durch das laute Geräusch beim Anrollen der Straßenbahn kann sie keine anderen akustischen Informationen wahrnehmen. Der Sehbehinderte wird ziemlich erschrecken, wenn plötzlich der Radfahrer in nur geringem Abstand im Blickfeld auftaucht. Das Winken wird überhaupt nicht registriert und folglich auch nicht erwidert.


Missverständnisse

„Es passiert mir immer wieder, dass mir jemand eine Hand entgegenstreckt und ich es nicht merke“, berichtet Andrea, deren Gesichtsfeld auf 10° eingeengt ist. Meistens reagiert die Umgebung sehr negativ auf solche Erlebnisse, weshalb sich viele Menschen mit Röhrenblick sehr zurückziehen. Andrea hat sich oft entschlossen, den Umgang mit einem Blindenstock zu erlernen.
Sie will sich und ihre Umwelt damit besser schützen. „Und die Leute ahnen meistens schnell, warum ich ihnen nicht zurückwinke.�

(Mag. Wolfgang Berndorfer)

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Kommentare zum Thema

  1. Christoph Christoph schreibt am

    Kennzeichnung für sehbehinderte

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